Was in Facebook geht und nicht mehr geht

Polizei in Hannover fahndet zunächst nicht mehr über Facebook
Es war ein Pilotprojekt, es war erfolgreich, dennoch ist es nun zunächst einmal beendet – die Rede ist von der Fahndung der hannoverschen Polizei über das soziale Netzwerk Facebook. Von März bis Dezember testete die Polizei, ob das größte der “social networks” bei Fahndungsaufrufen genutzt werden kann. In der Probezeit veröffentlichte die Polizei insgesamt 60 Aufrufe, die Hinweise der Benutzer führten zu acht Festnahmen; eine erfolgreiche Quote. Durch das Teilen der Nachrichten wurden auch Mitglieder, die den “Gefällt mir”-Button der Polizeiseite nicht angeklickt hatten, erreicht. Allerdings hatten Datenschützer bei dem Projekt Bedenken, weshalb die Polizei in Hannover das Modell nun vorläufig stoppte.

Stefan Wittke, der Sprecher der Polizeidirektion gab bekannt, nach Absprache mit dem Innenministerium von Niedersachsen werde von weiteren personenbezogenen Fahndungen über Facebook abgesehen. Der niedersächsische Beauftragte für den Datenschutz hatte Bedenken an dem Fahndungsmodell geäußert, diese werden nun vom Innenministerium überprüft. Solange wird es keine neuerlichen Fahndungsaufrufe über das meistgenutzte soziale Netzwerk geben. Es sei allerdings nicht vorgesehen, den Facebook-Account der hannoverschen Polizei zu deaktivieren.

ING-DiBa bekommt neue Protestkultur der Facebook-Nutzer zu spüren
Unterdessen bekam die ING-DiBa zu spüren, welche neue Möglichkeiten des Protests Facebook seinen Mitgliedern ermöglicht. In einem TV-Spot bekommt Deutschlands Sportler des Jahres, der Basketballer Dirk Nowitzki, eine Scheibe Wurst von einer Metzgerin überreicht – sehr zum Ärger von Vegetariern und Veganern, die sich unter anderem auf der Facebook-Plattform der Direktbank über den “anstößigen” Werbespot beschweren. Die Fleischesser halten allerdings dagegen, sodass die Seite zu einem Diskussionsforum wird. Mittlerweile löscht die ING-DiBa derartige Einträge auf der Pinnwand, nachdem diese zunächst geduldet wurden. Derartige Probleme hatten auch schon andere Unternehmen wie Adidas oder McDonald’s, deren Facebook-Auftritte infolge deren Tätigkeit als Sponsor der Fußball-EM in diesem Jahr Ziel der Empörung über qualvolle Hundetötungen in der Ukraine waren.

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