Ramnit-Wurm erreicht Facebook – Senioren nutzen vermehrt soziale Netzwerke

Seit mittlerweile fast zwei Jahren gibt es im Internet den Wurm “Ramnit” – dieser tauchte nun auch in Facebook, dem größten der sozialen Netzwerke, auf. Wie der Sicherheitsspezialist Seculert berichtet, habe der Wurm die Anmeldedaten von mehr als 45.000 Mitgliedern gesammelt. Die meisten der dabei erbeuteten Daten entfallen auf Großbritannien, zudem sind einige Benutzer aus Frankreich betroffen. Nach Einschätzung von Seculert könnten die neuen Daten dazu verwendet werden, um den Wurm noch weiter zu verbreiten. Dieser gilt als Schädling, der es vor allem auf das Onlinebanking abgesehen hat; zur Verbreitung werden dabei Dateien von Office und Windows sowie URLs verwendet. Beispielsweise könnte der Wurm sich nun über die erbeuteten Daten in die entsprechenden Facebook-Nutzerkonten einloggen und dort Links zu dessen Verbreitung an befreundete Kontakte senden.

Da viele Anwender oftmals für mehrere Portale im Internet dasselbe Kennwort benutzen, könnten die gesammelten Daten auch für andere Webdienste verwendet werden. Wie Seculert weiter angibt, dürften zwischen September und Dezember des letzten Jahres insgesamt rund 800.000 Computer von dem Wurm befallen gewesen sein. Facebook bestätigte bereits, dass der Ramnit-Wurm Kontaktdaten entwendet habe. Die vom Diebstahl betroffenen Benutzer wurden über den Vorfall informiert, damit diese entsprechende Schritte einleiten können, um einen Missbrauch ihres Benutzerkontos zu verhindern.

Unterdessen kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass sich Facebook und andere soziale Netzwerke bei älteren Benutzern immer größerer Beliebtheit erfreuen. Mittlerweile seien 40 Prozent aller Internetnutzer im Alter von 65 bis 69 Jahren – die sogenannten “Silver Surfer” – bei einer derartigen Community registriert. Entsprechendes gab der Branchenverband BITKOM bekannt, der beim Meinungsforschungsinstitut forsa die besagte Studie in Auftrag gab. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei gerade einmal 17 Prozent. Dieter Kempf, der Präsident von BITKOM, erläutert: “Die Senioren erkennen immer mehr die Vorteile, welches ihnen das Internet für das soziale Leben bietet.” So könnten die älteren Leute über die sozialen Netzwerke etwa mit ehemaligen Schulfreunden Kontakt halten.

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