Social Media – ein immer wichtiger werdendes Gebiet, das schon lange nicht mehr nur von Privatpersonen genutzt wird, sondern das auch von Unternehmen entdeckt wurde und zum Vermarkten ihrer Produkte und der Kommunikation mit potenziellen Kunden eingesetzt wird; Letztere engagierten in manchen Fällen gar einen eigenen Social-Media-Manager. Im Bereich der Öffentlichkeit – um genauer zu sagen bei der öffentlichen Sicherheit und Ordnung – sind die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke ebenfalls angekommen: Die Polizei in Hannover fahndet beispielsweise mithilfe des größten “social networks” Facebook. Doch auf der allerhöchsten Ebene, bei den Regierungen, gibt es diesbezüglich noch Handlungsbedarf. Am vergangenen Wochenende trafen sich mehr als 80 Wissenschaftler aus über 20 Staaten Europas in Berlin auf Einladung der “Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation” (kurz MHMK) sowie der “European Public Relations Education and Research Association” (EUPRERA) zu einer internationalen Fachtagung.
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Facebooks Börsengang – Spitzensteuersatz für Gründer
Des Öfteren wurde Mark Zuckerberg, der Gründer des größten sozialen Netzwerks, danach gefragt, wann er mit Facebook an die Börse gehe – er ließ sich jedoch Zeit damit. Manche vermuteten, er wollte diesen Schritt lieber vermeiden, da er dabei die Geschäftsergebnisse veröffentlichen muss. Doch dazu ist er nun ohnehin verpflichtet, da das amerikanische Wertpapierrecht Unternehmen, deren Zahl der Aktionäre die Grenze von 500 überschreitet, zum Preisgeben ihrer Ergebnisse verpflichtet. Mittlerweile sind die ersten Schritte des Börsengangs eingeleitet: Der Börsenprospekt wurde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde SEC eingereicht. Das 197 Seiten umfassende Dokument wird nun überprüft, ehe Facebook wirklich an die Börse gehen kann. Dafür ist noch kein genauer Termin bekannt, erwartet wird dieser jedoch in den nächsten drei bis vier Monaten.
Hannoveraner Polizei wird wieder über Facebook fahnden
Die Polizei in Hannover testete in einem Pilotprojekt, inwiefern das soziale Netzwerk Facebook in die Fahndung nach Straftätern mit einbezogen werden kann. Das Ergebnis fiel positiv aus, dennoch wurde die Facebook-Fahndung zunächst unterbrochen, denn Datenschützer äußerten ihre Bedenken. Nach dieser kurzen Unterbrechung will die Hannoveraner Polizeibehörde ihre Ermittlungen auf dem zusätzlichen virtuellen Weg mithilfe der Facebook-User fortzusetzen. Das größte Problem war der Zugriff auf die ins Netz gestellten Daten – dieser ging nämlich verloren. Bei Fahndungsaufrufen, welche auf der Facebook-Seite veröffentlicht wurden, gab die Polizei bereitwillig Auskunft über sämtliche Details zum Fall. Die Server des größten sozialen Netzwerks und damit auch die gespeicherten Daten befinden sich jedoch in den USA. Es war somit keine Kontrolle mehr darüber möglich, was mit den Informationen geschieht.
Facebook macht die neue Chronik zur Pflicht
Seit Dezember des letzten Jahres steht den Benutzern von Facebook mit der sogenannten “Timeline” eine alternative Gestaltungsmöglichkeit ihres Profils zur Auswahl; mit der Timeline wird der Aufbau der Seite grundlegend neustrukturiert und in Form eines virtuellen Lebenslaufes, der “Chronik”, angezeigt. Bisher überließ Facebook seinen Nutzern die Auswahl zwischen traditionellem und neuem Profil, auf die neue Funktion konnte freiwillig umgestellt werden. Unschlüssigen Nutzern nimmt das soziale Netzwerk diese Entscheidung nun ab: Schon bald wird die Timeline zur Pflicht; in den kommenden Wochen werden alle Profile automatisch zur Chronik umgewandelt – das gab Tina Kulow, die deutsche Sprecherin von Facebook bekannt. Die Umstellung werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen, dabei werde man jedem Benutzer über sieben Tage Zeit geben, “sich hoffentlich mit der Chronik anzufreunden”. Innerhalb der sieben Tage hat der Benutzer die Möglichkeit, alte Statuseinträge oder Fotos zu verbergen, denn mit der Timeline-Funktion lassen sich unter anderem frühere Einträge gezielt nachschlagen.
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